Kaliningrader Gebiet

GeschichteKönigsberger Dom
Königsberg war mehr als 700 Jahre eine bedeutende deutsche Stadt. Bald nach ihrer Gründung gehörte sie der „Hanse“ an, wo sie zu einem Handelszentrum mit Russland erwuchs. Im Ergebnis des Zweiten Weltkriegs wurde der nördliche Teil des ehemaligen Ostpreußens der Sowjetunion zugesprochen. Am 4. Juli 1946 verordnete das Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR die Umbenennung der Stadt Königsberg in Kaliningrad. Das umliegende Gebiet wurde zur Kaliningradskaja oblast (Kaliningrader Gebiet).

Geographische Lage
Landschaft auf der Kurischen NehrungDas Kaliningrader Gebiet liegt an der süd-östlichen Küste der Ostsee und ist die westlichste Region der Russischen Föderation, die vom restlichen Gebiet der Russischen Föderation durch Landgrenzen mit Polen und Litauen getrennt ist. Die Fläche des Gebiets beträgt 15.100 km². Kaliningrad ist durch einen Schifffahrtskanal mit dem offenen Meer verbunden.

Bevölkerung
Die Einwohnerzahl des Kaliningrader Gebiets beläuft sich auf 937.914 (Stand: 2010). Die Stadt Kaliningrad hat 422.000 Einwohner. Im Kaliningrader Gebiet leben nach Angaben der Kaliningrader Behörden 8.500 russische Bürger deutscher Herkunft. Die nationale Zusammensetzung der Bevölkerung dieser Region spiegelt die Vielfältigkeit der Nationen und Völkerschaften der ehemaligen Sowjetunion wieder.

Natürliche Ressourcen
Mineralressourcen, Rohstoffe und natürliche Ressourcen:

  • Erdöl (prognostizierter Vorrat innerhalb der Landesgrenzen beträgt 30-40 Mio. Tonnen)
  • Braunkohle (1,5 Milliarden Tonnen)
  • Torf (309,6 Mio. Tonnen).

Nichterze:

  • Bernstein (300 Tausend Tonnen),
  • Steinsalz (1,5 Milliarden Tonnen),
  • Kali- und Magnesiumsalze (4,8 Milliarden Tonnen),
  • Sapropel oder organisch-mineralischer Schlamm (15 Mio. Tonnen),
  • Glaukonit (etwa 100 Mio. Tonnen).

Mehr als 90% des gesamten Bernsteinvorkommens der Welt befindet sich auf dem Territorium des Kaliningrader Gebiets.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion haben die führenden Branchen dieses Gebiets (Fischfang, Maschinenbau, Bernsteinabbau und Landwirtschaft) gelitten. Doch mit der Einführung des neuen Gesetzes der Sonderwirtschaftszone im Kaliningrader Gebiet im Jahre 2006 ist der Investitionszufluss in die Region gewachsen.
Der Umfang der ausländischen akkumulierten Direktinvestitionen in die Wirtschaft des Kaliningrader Gebiets betrug Ende 2008 724,0 Mio. USD. Deutschland zählt zu den größten zehn Investorenstaaten und dem Warenumsatz nach ist es traditionell auf einer Führungsposition.


Hafen von Kaliningrad 2008 betrug der Außenhandelswarenumsatz des Kaliningrader Gebiets mit Deutschland 1407 Mio. USD. Lieferungen von Lebensmittelwaren, Leder- und Textilerzeugnissen bildeten 2008 die Grundlage des Kaliningrader Exports nach Deutschland. Bei den aus Deutschland importierten Waren handelte es sich hauptsächlich um Lieferungen von Last- und Personenkraftwagen, Autoteilen, Ausrüstungen und Lebensmitteln.

Das Bruttoregionalprodukt des Kaliningrader Gebiets betrug im Jahr 2010 195 Milliarden Rubel, was etwa 4,8% des BRP der Region Nordwest entspricht.

Administration

Kaliningrader Gebiet

236007, Kaliningrad,

ul. Dm. Donskogo, 1

Telefon + 7 ( 4012 ) 59 90 01

gov39.ru

 

Gouverneur:

Nikolai Nikolajewitsch Zukanow

Wappen des Gebietes Archangelsk


Administrationsvertretung des Kaliningrader Gebiets in Sankt Petersburg

191167, Sankt Petersburg,
Newski Prospekt, 151/7
Telefon: (+7 812) 717-93-28,
Telefax: (+7 812) 717-93-29
E-Mail: representatives(at)bk.ru


 

Handelskammer

Kaliningrader Industrie- und Handelskammer

Vatutina str. 20
236010 Kaliningrad
Russland

Tel.:  +7 (4012) 21-55-07
Fax:  +7 (4012) 95-47-88
E-Mail: info(at)kaliningrad-cci.ru
Internet: http://www.kaliningrad-cci.ru/